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Bio auf weiten Wegen
Internationale Strukturen
bei biologischen Lebensmitteln machen diese nicht nur billiger, sondern auch
anfälliger. Anfälliger für Skandale wie kürzlich die Kontaminierung von
Bio-Geflügelfutter mit Dioxin.
Biologische Lebensmittel sind
zwischenzeitlich in vielen Einkaufskörben zu finden. Besonders Bioeier werden
vom Verbraucher bevorzugt. Allerdings bevorzugt er auch billige Preise und löst
damit gleich zwei Probleme aus: Da sich Bioeier in artgerechter bäuerlicher
Haltung nicht zu Discounterpreisen herstellen lassen, werden immer größere
Legehennenbetriebe gebaut. Die Bio-Massentierhaltung schreitet voran. Darüber
hinaus wird aus Kostengründen gerne auf günstige Futterangebote zurückgegriffen.
Der Mais aus der Ukraine ist halt sehr viel günstiger als der oft geprüfte
deutsche. Das heißt nicht, dass generell im Ausland geschlampt wird, aber die
Wahrscheinlichkeit, dass es zu Kontaminierungen kommt, entweder durch
unsachgemäße Verarbeitung oder auf langen Lieferwegen, ist groß. Dem kann mit
weiteren Kontrollen zwar begegnet werden, aber sehr viel sinnvoller und dem
Biogedanken sehr viel näher ist es, regionale Futtermittel zu verwenden. „Unsere
Legehennen bekommen das von unseren Bauern selbst erzeugte Futter, was fehlt,
wird möglichst in der Region bezogen. Diese traditionelle Haltung hat zwar ihren
Preis, schlägt sich aber positiv in der Qualität der Bioeier nieder“, so Walter
Höhne, Vorstand der Biohennen AG. „Der Branche täte es gut, sich wieder auf alte
Werte zu besinnen. Lebensmittelerzeugung mit Achtung vor dem Tier und regionalen
Strukturen, statt reiner Wirtschaftlichkeit, sonst sind auch im Biobereich
Lebensmittelskandale vorprogrammiert!“
Pressekontakt:
Elisabeth Schütze PR,
Buchendorfer Str. 4, 82319 Starnberg
Tel. 08151/89507, Fax
08151/739010, e-mail
info@es-press.de,
www.es-press.de
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Die Biohennen auf Erfolgskurs
Vohburg, 30.7.2010
– Nach einem
schwierigen Geschäftsjahr 2008 können die Aktionäre der Biohennen AG nun auf ein
erfolgreiches Jahr zurückblicken. Auf der gut besuchten Hauptversammlung konnte
Vorstand Walter Höhne eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent melden, die die AG
im Geschäftsjahr 2009 in die Gewinnzone brachte. Aufgrund der positiven Meldung
erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig ohne
Enthaltungen oder Gegenstimmen. Der Gewinnverwendungsbeschluss wurde ebenfalls
einstimmig ohne Enthaltungen oder Gegenstimmen angenommen um die Verluste aus
dem vorangegangenen Jahr auszugleichen.
Positiv sehen die Aktionäre,
alle Bauern der Erzeugergemeinschaft, die kommenden Geschäftsjahre. Wurden doch
schon Anfang 2010 die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Fünf neue
Landwirte mit insgesamt gut 20.000 Legehennen sind der Gemeinschaft beigetreten
und wirtschaften ab kommendem Herbst nach den strengen Richtlinien der Biohennen
AG. Das bedeutet ein signifikant höheres Platzangebot pro Henne und 100%
Biofutter vom ersten Tag an. Da die hochwertigen Biohennen-Eier vermehrt auch im
LEH nachgefragt werden sieht Walter Höhne die Biohennen AG auch für die
kommenden Geschäftsjahre in der Gewinnzone.
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Elisabeth Schütze PR,
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Die Ausgebrütet Printversion
erscheint in unregelmäßigen Abständen und ist besonders zur Auslage in
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gegebenenfalls mehrer Exemplare bei und an.
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Fußball-Weltmeisterschaft für
Hühner
Vohburg, 11.06.2010 –
Nicht nur unsere deutsche Mannschaft beschäftigt sich gerne mit
Fußbällen, auch Biohennen lieben den Umgang mit dem runden Leder. Elisabeth
Brunner, Mitglied der Biohennen AG, gibt ihren Hühnern die Vorlage zum Spielen.
Allerdings nutzt das Federvieh die Bälle nicht für Torschüsse, sondern
bearbeitet sie meistens mit den Schnäbeln und hat riesig Spaß dabei. „Hühner
sind nicht nur neugierig, sie sind auch verspielt. Diesen Spieltrieb unterstütze
ich, um die Ausgeglichenheit in der Herde zu gewährleisten“, so die Landwirtin
aus Baden-Württemberg.

Das stressfreie, artgerechte
Leben in der Herde ist zwar in den Richtlinien der Biohennen AG festgeschrieben,
aber das Angebot von Freizeitaktivitäten für Legehennen bleibt der Kreativität
der Mitglieder überlassen. Elisabeth Brunner hat sich für Fußbälle entschieden.
Ihre Hühner danken es ihr und sind Weltmeister im Eierlegen.
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Elisabeth Schütze PR,
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Bioglobalisierung gefährdet
die Qualität
Vohburg, 15.05.2010
– Wie kommt ukrainischer Mais in deutsches Hühnerfutter wird sich so mancher
Verbraucher gefragt haben, als der Dioxinskandal aufgedeckt wurde? Es gibt drei
Antworten, die nicht erfreulich sind:
-
Bio ist als Trend
weltweit angekommen. Und treibt weltweit teilweise merkwürdige Blüten. Ob es
das umstrittene Palmöl für Biodiesel ist, Soja aus Brasilien für deutsche
Masthähnchen, oder wie im aktuellen Fall Mais aus der Ukraine für ein
Bio-Legehennenfutter in Deutschland. Diese globale Vernetzung im Bereich der
Rohstoffversorgung ist zwischenzeitlich leider Bio-Alltag.
-
Auch in der Biobranche
regelt der Preis die Nachfrage. Für Discounterpreise müssen die
Erzeugerpreise möglichst niedrig gehalten werden. Und ukrainischer Biomais
ist trotz Transportkosten viel billiger als deutscher, den es durchaus in
ausreichenden Mengen gibt.
-
Da auch die Kontrollen
der eingehenden Rohware Geld kosten, beschränkt man sich auf Stichproben.
Doch Bio ist nicht gleich
Bio. In klein strukturierten Erzeugergemeinschaften wie der Biohennen AG wird
die Regionalität groß geschrieben. Das gilt auch für die Futtermittel. Vieles
bauen die Landwirte der Gemeinschaft auf eigenen Feldern an und lassen es dann
von einer Futtermühle in der Region verarbeiten. Diese verfügen über ein gutes
Qualitätssicherungssystem. Das heißt zum einen professionelle Bearbeitung der
Rohware – Dioxin entsteht unter anderem auch durch die fehlerhafte Trocknung von
Getreide – und viele Kontrollen. Zum anderen einen regionalen Einkauf von
kontrollierten Rohprodukten statt Billigware aus fernen Ländern.
Die Kontrollen setzen sich
bei der Biohennen AG fort. Im aktuellen Fall werden nicht nur die Futtermittel
auf Dioxin untersucht, auch die Bioeier werden in einem aufwändigen Verfahren
auf PCB’s (polychlorierte Biphenyle) kontrolliert, da diese einen erhöhten
Dioxinwert anzeigen.
Damit schöpft die Biohennen
AG alle Möglichkeiten aus, um dem Verbraucher ein natürliches, belastungsfreies
Bioei zu garantieren. In Zusammenarbeit mit den Futtermühlen und den Bauern.

Sepp Grabmaier, Futterexperte und Landwirt der Biohennen AG, schrotet das
Legehennenfutter täglich frisch (Foto: Die Biohennen
AG)
Pressekontakt:
Elisabeth Schütze PR,
Buchendorfer Str. 4, 82319 Starnberg
Tel. 08151/89507, Fax
08151/739010, e-mail
info@es-press.de,
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Dioxin in Bioeiern?
Vohburg, 08.05.2010 –
Nach Auswertung aller uns
vorliegenden Informationen, bestätigen wir, dass die von uns gelieferten Eier
keine erhöhte Dioxinbelastung aufweisen und kein Mais aus der Ukraine an unsere
Bauern geliefert wurde.
Diese Bestätigung wird von
einer Mitteilung der KAT e.V. gestützt, wonach die betroffene Maispartie aus der
Ukraine an 4 Futtermittelwerke in den Niederlanden und Norddeutschland geliefert
worden sei. Weitere Futtermittelwerke seien nicht betroffen.
Darüber hinaus verpflichtet
sich unsere bayerische Futtermühle zum bevorzugten regionalem Einkauf. Getreide,
Mais oder Leguminosen wurden aus der Ukraine nicht bezogen. Zur weiteren
Qualitätssicherung werden sowohl Futterausgangsstoffe aber auch Eier regelmäßig
auf PCB’s (polycholierte Biphenyle) untersucht. Erhöhte Werte konnten nicht
festgestellt werden.
Fachlicher Hintergrund Dioxin / PCB’s:
In die Umwelt gelangen Dioxine hauptsächlich durch Verbrennungsprozesse sowie
bei der Produktion und Verwendung chlororganischer Verbindungen (Seveso Gift).
Bei diesen Prozessen werden auch PCB’s freigesetzt. Im vorliegenden Fall ist
davon auszugehen, dass Fehler in der Maistrocknungsanlage vorlagen. Bei Milch
und Eiproben aus Deutschland stammen etwa 2/3 des Gesamt TEQ-Gehaltes aus
dioxinähnlichen PCB’s. Dadurch ergibt sich, dass nur bei erhöhten Gehalten an
PCB's auch mit erhöhten Dioxingehalten zu rechnen ist.
Da die Untersuchungsbefunde auf dioxinverwandte
PCB’s ausschließlich unter der Nachweisgrenze von 0,000005 mg/g je PCB Kongener
liegen, kann eine Belastung mit Dioxin ausgeschlossen werden.
Auf Grund der aktuellen Lage
lassen wir derzeit Bioeier unserer Betriebe auf PCB’s und Futtermittel auf
Dioxin untersuchen. Die Untersuchungsbefunde werden in KW 20 vorliegen und
können gerne zur Verfügung gestellt werden.
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Bayern braucht Biohennen
Vohburg, 19.04.2010 –
Bioeier werden mehr und mehr für den Frischeiverbrauch nachgefragt. Gut für die
Legehennen, die in der biologischen Haltung ein artgerechtes Leben führen
dürfen, schlecht für den Handel. Der sucht nämlich im eigenen Land vergeblich
nach Lieferanten.
Walter Höhne, Vorstand der
Biohennen AG, hat einmal eine theoretische Rechnung aufgemacht und dabei
festgestellt, dass rund 130.000 Hennenplätze in Bayern fehlen, um den
durchschnittlichen Verbrauch zu decken. "Die Lücke wird zur Zeit mit Bioeiern
aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland geschlossen“, so Walter Höhne, der
darin aber die biologische Idee, möglichst regionale Kreisläufe einzuhalten,
verletzt sieht. Besonders wichtig ist es dem Vorstand der Erzeugergemeinschaft,
die mit dem ökologischen Anbauverband Biokreis zusammenarbeitet, dass die Lücke
nicht mit Bio-Großbetrieben geschlossen wird, sondern die Legehennenhaltung
weiter in der Hand von Landwirten bleibt. „Regionalität und bäuerliche Tradition
muss oberste Priorität bei der Erzeugung des hochwertigen Lebensmittels Ei
haben.“

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Bioeier sind besser als
Billigeier
Vohburg, 06.04.2010 –
Immer wieder taucht die Frage auf, wie auch kürzlich in der BILD, ob Ei nicht
gleich Ei sei und damit ein Bioei viel zu teuer. Abgesehen von einem
lebenswerten Legehennenleben in der ökologischen Haltungsform ist die Frage nach
dem Mehrwert von Bioeiern mit einem deutlichen Ja zu beantworten.
In wissenschaftlichen
Untersuchungen wurde festgestellt: Biologische Eier haben weniger Antibiotika-
und Pestizidrückstände. In einem Fütterungsversuch mit Hühnern konnte
nachgewiesen werden, dass die Eier der biologisch gefütterten Hühner nicht nur
schwerer waren, sondern auch ein signifikant höheres Dottergewicht hatten. Bei
einem Vergleich der Eiqualität bei Hühnern aus Freilauf-, Boden- und
Käfighaltung konnten signifikante Unterschiede bezüglich der Gehalte an Lecithin
und Fett zu Gunsten der Haltung mit Auslauf ins Grünland gezeigt werden. So Dr.
phil. Alberta Velimirov in ihrer Studie „Ist bio wirklich besser? Umfassende
Literaturrecherche zur Ermittlung potenzieller Vorteile biologisch erzeugter
Lebensmittel“.
Auch die Stressbelastung in
der Kleingruppen-Käfighaltung wie in der Bodenhaltung durch zu große
Besatzdichte ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Eiqualität. In
der Kleingruppen-Käfighaltung sitzen ca. 12,5 Hennen auf dem Quadratmeter, in
der Bodenhaltung sind es 9. Im Gegensatz dazu sind nach EU-Verordnung 6 Hühner
pro Quadratmeter Stallfläche plus 4 Quadratmeter Auslauf erlaubt und nach den
Richtlinien der Biohennen AG tummeln sich gerade mal 4,5 Legehennen auf den
Quadratmeter, haben immer einen großen Wintergarten zur Verfügung und im Auslauf
weitere 4 Quadratmeter je Huhn. Durch dieses hervorragende Platzangebot können
die Hennen ihr Sozialleben frei gestalten und sich, wenn nötig, gut aus dem Wege
gehen.
Ein weiterer Punkt ist die
Fütterung. 100 Prozent Biofutter wie es die Bauern der Biohennen AG verfüttern
macht sich sehr wohl im Eigeschmack bemerkbar. Beta-Carotin, ein den Dotter
färbender Zusatzstoff im Futter, wird in der ökologischen Legehennenhaltung,
anders als im BILD-Artikel behauptet, nicht eingesetzt, da er nicht zu den von
der EU-Öko-Verordnung, Anhang VI, erlaubten Futtermittelzusatzstoffen zählt.
Das hohe Platzangebot pro
Henne, die natürliche Fütterung und auch die tierpflegerische Arbeit durch
Handfütterung mit Körnern schlägt sich selbstverständlich auf den Preis nieder.
Dafür bekommt der Verbraucher jedoch ein Ei von Legehennen, die noch in
bäuerlicher Tradition gehalten, mit natürlichem Futter gefüttert werden und das
stressfrei gelegt worden ist. Das sollte einen höheren Eierpreis wert sein!

Großes
Platzangebot und Herdenbildung mit Gockel, das sorgt für ein stressfreies
Hühnerleben und damit für Eier mit höherer Wertigkeit. (Foto: Die Biohennen
AG)
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Bäumchen-wechsel-dich-Spiel
mit Eiern
- Kein neuer Osterbrauch -
Vohburg, 30.03.2010 –
Wenn die Hausfrau falschen Hasen auftischt weiß man beim ersten Bissen, dieses
Gericht hat nichts mit einem Hasen zu tun, es ist ein Hackbraten. Wenn man in
ein Ei beißt, schmeckt es nach Ei. Mal mehr, mal weniger gut, aber immer nach
Ei. Und das machen sich manche Erzeuger und Händler zunutze und tricksen bei der
Deklaration. Oder in den oft riesigen Packstellen wird einfach geschlampt und
dann ist nicht mehr das in den Eierschachteln, was draufsteht. Im schlimmsten
Fall wird ein Käfigei zu einem Bioei gestempelt und der Verbraucher nicht nur um
einen besseren Geschmack betrogen, sondern auch um seinen Wunsch, den Hühnern
ein artgerechtes Leben durch den Kauf biologischer Eier zu bieten.
Knapp 18 Milliarden Eier
werden pro Jahr in zum Teil großen Strukturen in Deutschland bewegt, für
Eiprodukte wie auch für das sonntägliche Frühstücksei. Davon kommt laut
aktueller Berichte nur noch jedes 2. Ei aus Deutschland. Lockerer Umgang mit
Kennzeichnungen und kaum Kontrollen führen dazu, dass, laut Focus, bei zwei von
fünf Eiern im Einzelhandel die Angaben zur Haltungsform oder die Erzeugercodes
nicht stimmen. Eine erschreckende Zahl, aufgedeckt von der Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen, die nach eigenen Angaben Verpackung, Hinweisschild und
Aufdruck auf Eiern in 72 Geschäften (Supermärkte, Discounter, Bioläden) und auf
14 Wochenmärkten in acht nordrhein-westfälischen Städten untersuchten.
„Eines der Hauptübel ist die
industrielle Legehennenhaltung und damit auch die industrielle
Weiterverarbeitung“, so Walter Höhne, Vorstand der Biohennen AG, einer
Erzeugergemeinschaft von Bio-Legehennenhaltern, die in regionalen Strukturen
arbeiten. Nach den Richtlinien der Biohennen AG werden die Bioeier im Stall des
jeweiligen Bauern geprintet und in Chargen zur Packstelle transportiert. Eine
Vermischung mit Eiern anderer Haltungsformen ist dabei nicht möglich, da
ausschließlich Bio Eier sortiert werden. Von dort aus erfolgt die Auslieferung
an Supermärkte und Bioläden ebenfalls in eigenen LKWs. Ein lückenloser, mehrfach
kontrollierter Weg eines Bioeis zum Verbraucher.
Mehr Kontrolle fordern denn
auch die Verbraucherschützer. Aber auch der Verbraucher kann die Kontrolle
behalten, indem er regional erzeugte Eier bevorzugt.

Direkt
vom Bauern werden die geprinteten Bioeier der Biohennen AG per eigener LKWs
abgeholt.
Pressekontakt:
Elisabeth Schütze PR,
Buchendorfer Str. 4, 82319 Starnberg
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Neues von den Biohennen:
Bio-Eiprodukte für Großverbraucher und Verarbeiter
Vohburg, 21.07.2009 –
Die Nachfrage nach
Bioprodukten hat trotz Wirtschaftskrise nicht nachgelassen. Bio, auch in
verarbeiteten Lebensmitteln, wird vom Verbraucher immer mehr gesucht. Besonders
im Zusammenhang mit tierischen Produkten ist neben der Qualität die artgerechte
Haltung von Bedeutung. Für diesen Anspruch bietet Die Biohennen AG, eine
Erzeugergemeinschaft von 24 bäuerlichen Familienbetrieben, Eiprodukte wie Bio
Eiweiß, Bio Eigelb und Bio Vollei an. Die neuen Bio Eiprodukte sind ideal für
Gastronomie und Großküchen, sowie Bäcker und Nudelproduzenten. Verschiedene
Gebindegrößen sowie flexible Liefertermine machen die Verwendung der Eiprodukte
auch in kleineren Verarbeitungsbetrieben möglich.
Grundsätzlich wird zwischen
Frischware, mit einer Haltbarkeit je nach Sorte bis zu 28 Tagen und einer
Lagertemperatur von 0 – 4°C, und Tiefkühlware, mit einer Haltbarkeit von 1 Jahr
bei einer Lagertemperatur von -18°C, unterschieden. In jedem Fall wird das
Eiprodukt aber pasteurisiert. Das dient der Haltbarkeit sowie der Sicherheit,
dass das Eiprodukt salmonellenfrei ist. Darüber hinaus werden in der Produktion
ausschließlich Bioeier verarbeitet, so dass die biologische Qualität der
Eiprodukte zu hundert Prozent garantiert werden kann – eine ungewollte
Vermischung ist nicht möglich. Darüber hinaus wird mit geprüftem und
zertifiziertem Hygienestandard gearbeitet: ISO 9001 und BRC „Global Standard for
Food Safety Issue 5“.
Weitere Vorteile der
Biohennen Bio-Eiprodukte sind besonders für kleinere Verarbeitungsbetriebe
interessant: Eine wöchentliche Anlieferung kleinerer Mengen als Frischware ist
möglich, auch wird wöchentlich frisch produziert, so dass TK-Ware mit einem
hohen Mindesthaltbarkeitsdatum von mindestens 350 Tagen ausgeliefert werden
kann. Zusätzlich kann nach Kundenwunsch den Eiprodukten auch Salz oder Zucker
zugesetzt werden, so dass zum Beispiel ein erheblich längeres Haltbarkeitsdatum
von 45 statt 28 Tagen bei Eigelb (mit 9% Salz) erreicht wird.
Die Eiprodukte sind in
folgenden Abpackungen erhältlich:
10 kg Einweg Eimer
10 kg Bag-in-Box
2 kg Bag-in-Box
1 kg PET Flasche (Karton m. 12 Flaschen)
1 kg PET Flasche (Karton
m. 4 Flaschen)
200 kg Container
500 kg Container
Containerware kann nur als
Frischware, alle anderen Einheiten auch als TK Ware ausgeliefert werden.

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Keine höhere Keimbelastung bei
Bio Eiern
Vohburg, 12. Juni 2009
– Die von der Käfiglobby so gerne angeführte höhere Keimbelastung bei Bioeiern
haben nun Wissenschaftler der Technischen Universität München widerlegt. In
einer, vom bayerischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen, Studie haben sie
herausgefunden, dass die Keimbelastung von Bioeiern und –hennen nicht höher ist,
als bei herkömmlichen Betrieben. Das wichtigste Ergebnis dieser Forschung ist
jedoch, dass die Bakterienstämme, die in der ökologischen Tierhaltung gefunden
wurden, seltener resistent gegen Antibiotika sind. Das heißt, dass im Falle von
Krankheiten besser behandelt werden kann.
Nach Prof. Johann Bauer vom
TUM-Wissenschaftszentrum zeigt dies, dass die ökologische Tierhaltung nicht nur
zum Tierschutz beiträgt, sondern auch zum Erhalt der Wirksamkeit von Antibiotika
bei Tieren und Menschen, so die Pressemeldung von „Daily Green“ vom Mai 2009.
Ein Beweis mehr, dass der Ausstieg nicht nur aus der Käfighaltung sondern auch
aus der so genannten Kleingruppen-Käfighaltung vorangetrieben werden muss.
Kontakt:
Technische Universität München
Wissenschaftszentrum Weihenstephan
Lehrstuhl für Tierhygiene
Prof. Dr. med. vet. Johann Bauer
Telefon: 08161 / 71 - 3312 Fax: 08161 / 71 - 4516
Email:
Johann.Bauer@wzw.tum.de
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Die Industrialisierung der
Landwirtschaft schreitet fort
Die Industrialisierung der
Landwirtschaft unter dem Slogan „wachsen oder weichen“ die für ein zahlreiches
Höfesterben sorgt, hat nun auch die Biobauern erreicht. Bisher konnten
ökologisch wirtschaftende Landwirte aufgrund ihrer Spezialisierung und der
dadurch erzielten höheren Preise für ihre Produkte auch in kleinen und
familiären Strukturen überleben. Nun wird es zunehmend eng für diese
Familienbetriebe. Jüngstes Beispiel sind die Pläne der Agrar GmbH Gollwitz, die
in zwei neuen Stallanlagen die Aufstallung von 60.000 Biolegehennen plant.
Walter Höhne, Vorstand der
Biohennen AG, kritisiert an derartigen Großanlagen zwei Dinge: „Auch wenn die
Herdengrößen die EU-Bio-Verordnung nicht überschreiten birgt die Nähe der Herden
zueinander eine große Gefahr bei Krankheiten. Die Erfahrungen mit der
Geflügelpest müssten uns eigentlich sensibler gegenüber solchen
Massentierhaltungen gemacht haben. Zum anderen sehe ich einen Preisverfall bei
Eier wie wir ihn ja derzeit auch bei der Milch erleben.“ Geringe Erzeugerpreise
sind, auch das zeigt die derzeitige Milchdiskussion, der Tod bäuerlicher
Familienbetriebe. Ersichtlich wird das auch an Berechnungen der Biohennen AG:
Könnte dort ein Landwirt bei fairen Preisen von 6.000 Legehennen eine kleine
Familie ernähren werden in der geplanten Anlage für 60.000 Legehennen gerade mal
5 Arbeitsplätze geschaffen.
Pressekontakt:
Elisabeth Schütze PR,
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Bunte Bioeier für "Die
Tafeln"
Vohburg, 4. Mai 2009 –
Wann ist ein Bioei ein Bioei? Wenn es ein bunt gefärbtes Bioei ist, ist kurz
nach Ostern Schluss mit „bio“!
Nach EU-Vorgaben dürfen bunte
Bioeier nur im traditionellen Zeitraum um das Osterfest als Bioeier gehandelt
werden. Der Zeitraum endet vier Wochen nach Ostersonntag und dann werden aus
hochwertigen Bioeiern von einem Tag zum anderen konventionelle, gefärbte Eier.
Nur noch bis 10. Mai hat
durch diese EU-Regelung der Verbraucher die Möglichkeit zwischen konventionellen
bunten Eiern und biologisch erzeugten zu wählen. Danach stehen oft nur noch
bunte Eier aus Massentierhaltung in den Regalen. „Die EU-Bio-Verordnung
verhindert, dass wir eine biologische Alternative zu den bei den Verbrauchern
beliebten Brotzeiteiern anbieten.
Aus Protest werden wir unsere
bunten Bioeier, bevor sie als konventionelle Eier angeboten werden müssen, an
‚Die Tafeln’ verschenken“, so Walter Höhne, Vorstand der Biohennen AG.
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„Peta“ schadet der
ökologischen Legehennenhaltung
Nicht belegbare
Vorwürfe verunsichern Verbraucher
Kurz vor Ostern meldet sich
die Tierschutzorganisation „Peta“ wieder einmal mit dem Vorwurf zu Wort, dass
Eier aus Bodenhaltung als Bio-Eier verkauft werden. Begründung von
Peta-Mitarbeiter Edmund Haferbeck: „Die Kapazitäten an Bio-Eiern reichen niemals
aus, die enorme Eiernachfrage in so kurzer Zeit zu decken!“
Walter Höhne, Vorstand der
Biohennen AG, ist über solche populistischen Äußerungen verärgert: „Herr
Haferbeck spielt mit derartigen Vorwürfen letztendlich den Betreibern von
Hennenkäfigen in die Hände, denn dem Verbraucher wird wieder einmal von „Peta“
eingeredet, dass hinter Bioeiern Betrug stecken kann.“ Dagegen wehrt sich Walter
Höhne mit sachlichen Argumenten: „Vor Ostern gelangen erfahrungsgemäß rund 25
Prozent mehr Bioeier in den Verkauf. Durch eine gezielte Einstellungsplanung in
Zusammenarbeit mit unseren Biobauern sind die, nicht nur zur Osterzeit
auftretenden Nachfragespitzen, problemlos zu regeln. Erzeugung nach
marktwirtschaftlichen Anforderungen ist schließlich nicht nur das Privileg
konventioneller Erzeuger.“
Wenn „Peta“ wirklich etwas
für den Tierschutz tun will, sollte die Organisation besser darauf hinweisen,
dass der Verbraucher auf regional erzeugte Bioeier achten soll. Dann kann er
nämlich auch mal vor Ort nachsehen, ob die Eier „bio“ sind. Damit ist beiden
geholfen und schwammige, nicht beweisbare Vorwürfe nicht mehr nötig.
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Bundestagspetition "Verbot der
Massentierhaltung
Die Bundestagspetition
"Verbot der Massentierhaltung" braucht nun noch Unterstützung durch
handschriftliche Unterschriftensammlungen - es gibt eine großartige Chance noch
etwas zu erreichen!
Am
14.11.2008 hat eine Bürgerin,
Annette Sauter, auf der öffentlichen Seite des Petitionsausschusses beim
Deutschen Bundestag (https://epetitionen.bundestag.de)
eine Petition mit dem Titel "Verbot der Massentierhaltung" eingereicht, um
endlich ein Ende dieser unsäglichen Tierquälerei in Deutschland zu erwirken.
Hierüber wurden zahlreiche
Tierschutzvereine und andere Personen informiert, so dass es zu einer im
Verhältnis zu anderen Bundestagspetitionen erfreulich hohen Anzahl von
Unterschriften gekommen ist: ganze 2381 Leute von Ihnen haben mit ihrer Stimme
geholfen! Für diese Unterstützung dankt die Petentin ganz herzlich.
Nachdem die
Online-Mitzeichnungsfrist der Petition nun vor zwei Tagen abgelaufen ist, wurde
die Petentin über folgende weitere Möglichkeit informiert:
ES KÖNNEN NOCH
HANDSCHRIFTLICH UNTERSCHRIFTEN NACHGEREICHT WERDEN!
Diese können während eines
Zeitraumes von ca. 6 Wochen nachgereicht und dann zum aktuellen Stand von 2381
Unterschriften hinzugezählt werden. Dies ist sehr bedeutsam und eine große
Chance, insbesondere da es leider durch ein Missverständnis zu dem Eindruck
gekommen ist, dass 6000 Unterschriften für eine Anhörung der Petentin ausreichen
würden. Es handelt sich jedoch um 50.000 Unterschriften, die hierfür nötig sind!
Aber - sollte das nicht deutschlandweit zu schaffen sein? Es müssten nur 0,06%
aller unserer 82 Millionen Bürger unterschreiben. Dafür wollen wir kämpfen und
brauchen Ihre Hilfe!!!
Bitte helfen Sie und sammeln
Sie Unterschriften - so wenige oder viele wie irgendwie möglich, jede Stimme
zählt!
Nebenan finden Sie eine
konzipierte Unterschriftenliste + Paragraphen +
Petitionstext (falls ein Bürger oder eine Bürgerin dies nachlesen will, sollte
all dies beim Sammeln immer mit gezeigt werden).
Die Petentin würde sich
überaus freuen, wenn Sie Unterschriften sammeln könnten und diese Listen dann an
Sie weiterleiten würden (die Adresse steht ebenfalls im Anhang) Anfang Februar
fährt sie aus gegebenem Anlass nach Berlin und gibt dann einige Listen (bis
dahin eingegangene Listen)persönlich ab.
Bei weiteren Fragen und
Anregungen/Ideen kann die Petentin gerne kontaktiert werden unter Annedde.Sauter@web.de.
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Ostern wird endlich wieder
biobunt! - Ausgebrütet 1-2009 -
Vohburg, 6.02.2009 –
Nachdem durch das Fehlen der EU-Verordnung zum Färben von Bioeiern Ostern 2008
für Biokäufer farblos war, wird Ostern 2009 nun durch den unermüdlichen Einsatz
der Biohennen AG wieder biobunt werden. Mit Unterstützung des ehemaligen
Landwirtschaftministers Horst Seehofer, in dessen Wahlkreis das Vohburger
Unternehmen liegt, konnte in Brüssel eine Einigung erzielt werden, die das
Färben von Bioeiern in traditionellen Zeiträumen erlaubt. Die LfL Bayern hat
die Verordnung (EG) Nr. 1254/2008 Der Kommission vom 15.12.2008 durch eine
Allgemeinverfügung vom 19.12.2008 umgesetzt. Das heißt, dass nun endgültig der
Weg zu gefärbten Bio Eiern, wenigstens für die Osterzeit, frei ist.
Zugelassen sind nach der
Allgemeinverfügung ausschließlich so genannte Naturfarben, wie z.B. Rote Bete,
färbende Hölzer oder Annatto. Zusätzlich dürfen bis Ende 2013 die bisher durch
die Biohennen AG verwendeten Eisenoxidfarben eingesetzt werden. Diese
Eisenoxidfarben sind als einzige Farbstoffe in der Zusatzstoff-ZulassungsVO
aufgeführt und somit auch von der EU abgesegnet.
Derzeit sind nach Kenntnis
von Walter Höhne, Vorstand der Biohennen AG, keine weiteren Naturfarben
verfügbar, die die Anforderungen nach hoher Lichtbeständigkeit und
ausreichender Haltbarkeit erfüllen, so dass zumindest für 2009 ausschließlich
Eisenoxidfarben zum Einsatz kommen werden.
„Für den Verbraucher war im
letzten Jahr das Verkaufsverbot von bunten Bioeiern kaum nachvollziehbar. Wir
sind Horst Seehofer, der EU-Kommission wie auch den bayerischen Behörden sehr
dankbar, dass wir nun wieder eine biologische Alternative zu gefärbten
konventionellen Eiern, die meist aus Käfighaltung stammen, anbieten können“, so
Walter Höhne, der für das Osterfest 2009 einen Run auf die Biobunten erwartet.
 
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Elisabeth Schütze PR,
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Eierskandal
Walter Höhne fordert: "Tierhaltung in bäuerliche Hand" - Ausgebrütet 14-2008 -
Vohburg, 28.11.2008 –
Durch die Tierschutzorganisation PETA wurde auf vermeintliche Betrugsfälle im
Zusammenhang mit der Erzeugung und Vermarktung von Freilandeiern und Bioeiern
aufmerksam gemacht. Ein brisantes Thema, das ein großes Medienecho hervorgerufen
hat. Im Moment kann man jedoch noch wenig darüber aussagen, welche Vorwürfe
zutreffen und welche von den beschuldigten Firmen widerlegt werden können.
„Eines zeigt diese
unerfreuliche Enthüllung aber auf jeden Fall“, so Walter Höhne, Vorstand der Die
Biohennen AG „Tierhaltung gehört in bäuerliche Hand und nicht in die Verwaltung
industrieller Großbetriebe.“ Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um
konventionelle oder biologisch arbeitende Landwirte handelt, denn die
überschaubaren Strukturen und das bäuerliche Know How sind für das Tierwohl
ausschlaggebend.
Großbetrieben, die an einem
oder mehreren Standorten alle Haltungsformen der Legehennenhaltung
praktizieren, kann es in erster Linie nur um die reibungslose Erzeugung und
effektive Vermarktung und nicht um das Tierwohl gehen. Landwirte, die das Leben
mit den Tieren seit Generationen verinnerlicht haben, haben ein anderes
Verständnis. Sie haben sich trotz aller Modernisierung und Marktanpassung die
Achtung vor dem Tier bewahrt.
Aus diesem Grund ist die Die
Biohennen AG auch Mitglied des ökologischen Anbauverbandes
Biokreis e.V.,
einem Verband der besonders die Interessen kleiner und mittlerer
landwirtschaftlicher Betriebe vertritt.
„Zweistellige Zuwachsraten
jedes Jahr im Biohandel dürfen nicht zu einer Massenproduktion von
Biolebensmitteln führen. Besonders nicht, wenn es sich um tierische Produkte
handelt“, warnt Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis e.V., „denn
ungeachtet dessen, ob sich die Vorwürfe von PETA bewahrheiten oder nicht, die
wirtschaftlichen Verbindungen zwischen großen Legehennenhaltern, die Kilometer,
die dabei zurückgelegt werden und die Vermarktungsstrategien zeigen deutlich
konventionelle Züge und lassen ethische ökologische Grundsätze vermissen.“

Ein
heller Wintergarten mit vielen Ausgängen ins Grünland, so sieht eine artgerechte
und stressfreie Bio-Legehennenhaltung aus.
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EU genehmigt bunte Bioeier - Ausgebrütet 13-2008 -
Vohburg, 20.11.2008 –
In ihrer Sitzung vom 12. November 2008 genehmigte die EU das Färben und
Konservieren von gekochten Bioeiern mit Naturfarben, naturidentischen Farben und
natürlichen Lacken in so genannten „traditionellen Zeiträumen“. Das heißt, die
jahrelange Praxis der gefärbten Bioeier wie sie Die Biohennen AG zum Osterfest
anbietet ist von Brüssel abgesegnet. Jetzt sind laut Vorstand Walter Höhne die
Landesaufsichtsbehörden der Bundesländer gefragt, da der EU-Beschluss von den
jeweiligen Landesregierungen durch eine Allgemeinverfügung umgesetzt werden
muss.
Ein erstes Gespräch mit
Johannes Enzler, Bereichsleiter IEM 6 der Bayerischen Landesanstalt für
Landwirtschaft, verlief positiv, „Nach langem und die Existenz gefährdendem
Kampf um die bunten Bioeier sind wir schon froh, dass zumindest für das
Osterfest eine biologische Alternative für den Verbraucher in greifbarer Nähe
ist“, so Walter Höhne, der der entscheidenden Sitzung der
Länderarbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (LÖK)
vom 26. November 2008 mit Spannung entgegensieht.
Dort wird abgestimmt, wie die
einzelnen Bundesländer die Vorgaben der EU umsetzen. Walter Höhne hofft für
seine Legehennenhalter auf die Zustimmung der Länder, damit 2009 dieser
Absatzzweig wieder zur Wirtschaftlichkeit der Biohaltung beitragen kann.
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Käfighaltung bleibt
Käfighaltung - Ausgebrütet 12-2008 -
Vohburg, 10.11.2008 –
Die Bemühungen des Bundesverbandes Deutsches Ei e.V. (BDE), des Deutschen
Bauernverbandes und der Bundesregierung sowie der europäischen Eierwirtschaft
EUWEP, mit einer „4“ als Kennzeichnung für Eier aus der „Kleingruppenhaltung“
das Image von Käfigeiern aufzupolieren zeigen deutlich, dass der Verbraucher
über den wahren Sachverhalt dieser Haltung im Unklaren gelassen werden soll.
Auch in der Kleingruppenhaltung werden Legehennen in Käfigen leben und pro Huhn
nur 800 statt bisher 550 Quadratzentimeter zur Verfügung haben. Sie werden nie
Tageslicht sehen und nie den Geschmack von frischem Gras kennen lernen. „Das Ei
aus der Kleingruppenhaltung ist wie das bisherige Käfigei ein industrielles Ei“,
so Walter Höhne, Vorstand der Die Biohennen AG. Schon der Name „Kleingruppe“
ist, wenn man die großen Hallen mit zigtausenden Hühnern betrachtet, eine
Irreführung.
Walter Höhne setzt auf die
Aufklärungsarbeit der Tierschutz- und Bioverbände wie auch die Urteilsfähigkeit
der Verbraucher. Dann wir der Slogan nicht mehr lauten: „Kein Ei mit der 3!“
Sondern „Aus Liebe zum Tier – keine 4!“
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Der Kampf um die bunten
Eier ist noch nicht zu Ende! - Ausgebrütet 11-2008 -
Vohburg, 5.11.2008 –
Noch immer lässt eine
klare Entscheidung zugunsten der bunt gefärbten Bioeier auf sich warten. Horst
Seehofer, der sich für die „Bunten“ einsetzen wollte, hat seinen
Bundeslandwirtschaftsminister an den Nagel gehängt und auf dem Stuhl des
Bayerischen Ministerpräsidenten Platz genommen. Nun ruht die Hoffnung auf Ilse
Aigner und auf einer von der EU akzeptierten regionalen Lösung.
Möglich könnte das durch
einen neuen Entwurf des ständigen Ausschusses zur Änderung der VO No 889/2008
werden, über die am 11./12. November entschieden werden soll. Dort wird in
Artikel 1 Abs. 2 c eingefügt, dass das Färben von gekochten Eiern zum Zwecke der
Vermarktung in traditionellen Zeiträumen (wie es in Deutschland das Osterfest
darstellt – Anmerkung der Redaktion) von Landesregierungen erlaubt werden kann.
Voraussetzung dafür sind jedoch Naturfarben und natürliche
Versiegelungssubstanzen.
„Diese Voraussetzungen
erfüllen wir mit unseren bunten Bioeiern“, so Walter Höhne, Vorstand der Die
Biohennen AG, der den Kampf um ein buntes Bio-Osterfest noch nicht verloren
geben möchte. Wie wichtig eine regionale Lösung ist, zeigen die vielen Anfragen
aus dem Biohandel. Walter Höhne: „Schon jetzt häufen sich die Anfragen nach den
Bunten, die wir bisher nur mit einem Vielleicht beantworten können.“
Auch aus einem anderen Grund
ist es wichtig, die Weichen für eine regionale Lösung zu stellen: Der
Verbraucher, das ergaben die vielen Aktionen zum Osterfest 2008, versteht
nämlich weder die Bürokratie in Brüssel noch die zögerliche Haltung der eigenen
Regierung. Schließlich handelt es sich bei einem gefärbten Bioei um ein gesundes
natürliches Lebensmittel, das bei einem deutschen Osterfest nicht fehlen darf.
Also aus EU-Sicht ein eindeutig regionales, traditionelles Produkt, das es nicht
nur in konventioneller Ausführung geben darf. Walter Höhne spricht hier nicht
nur für sich und Die Biohennen AG, sondern für alle Produzenten, die durch das
Saisongeschäft mit den bunten Bioeiern auch die Wirtschaftlichkeit ihrer
kleinen Erzeugerbetriebe gewährleisten können. „Wir hoffen, dass Ilse Aigner
die Dringlichkeit unseres Anliegens erkennt und eine Entscheidung zu Gunsten der
ökologischen Erzeuger trifft“.
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Zum Welteitag am 10.
Oktober 2008 - Ausgebrütet 10-2008 -
Vohburg, 7.10.2008 –
Wie jedes Jahr seit 1997 werden sich auch heuer wieder am Welteitag
hauptsächlich Tierschutzverbände zu Wort melden. Sie werden auf die noch immer
katastrophalen Haltungsbedingungen in der so genannten Kleingruppenhaltung von
Legehennen hinweisen und die langjährige Forderung nach einem endgültigen
Ausstieg aus der Käfighaltung wiederholen.
„Auch wir wollen diesen Tag
zum Anlass nehmen, wieder einmal darauf hinzuweisen, dass eine artgerechte
Legehennenhaltung in bäuerlicher Hand nicht nur für eine flächendeckende
Versorgung möglich wäre, sondern auch die einzige Alternative im Sinne des
Tierschutzes ist“ so Walter Höhne, Vorstand der Biohennen AG. Dem süddeutschen
Unternehmen gehören 24 Landwirte in Bayern und Baden Württemberg an, die eine
traditionell bäuerliche Legehennenhaltung mit kleinen Herden und großem
Platzangebot pflegen. Darüber hinaus wird mit 100 Prozent Biofutter gefüttert
und eine tägliche Ration Körner per Hand ausgebracht.
Ein Ziel von Walter Höhne ist
es, dem Verbraucher, der sich Eier aus bäuerlicher Haltung wünscht, zu
ermöglichen, diese überall in den Supermärkten zu bekommen und nicht nur auf
Bäuerlichkeit geschönte Eier aus „Eierfabriken“ mit Zigtausenden von Hühnern.
Damit könnten weitere Landwirte sich mit der artgerechten Legehennenhaltung eine
Existenz schaffen und es gäbe mehr „glückliche“ Hühner.
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CW Öko Ei GmbH wird „Die
Biohennen AG“ - Ausgebrütet 9-2008 -
Um die Zukunft der bäuerlichen
Legehennenhalter in sich immer schneller ändernden Märkten zu sichern wird die
CW Öko Ei GmbH zu einer AG – einer Aktiengesellschaft ohne Börsengang bzw. zu
einer modernen Arbeitsgemeinschaft.
Vohburg – Auf Grund
vielfältiger Veränderungen am Markt aber auch um die Legegemeinschaft zu einer
echten Erzeugergemeinschaft zu machen, haben sich die Firmeninhaber
entschlossen, die bisherige CW Öko Ei GmbH in die neu gegründete Die
Biohennen AG einzubringen, an der alle liefernden Legehennenhalter beteiligt
werden. Bei dieser AG handelt es sich um eine so genannte „kleine
Aktiengesellschaft“ ohne Börsengang.
Den Vorstand der
neuen AG bilden der bisherige Geschäftsführer Walter Höhne und die kaufmännische
Leiterin Gerlinde Wagner. Der Aufsichtsrat besteht aus den Landwirten Sepp
Grabmaier, Sigi Rettermayer und Anton Epp.
Die bisherigen
stillen Gesellschafter der GmbH, ebenfalls alles Landwirte, werden mit ihrem
Kapital zu Aktionären. Im September 2008 wird eine Kapitalerhöhung angestrebt
und weitere Legehennenhalter als Aktionäre aufgenommen werden. Damit wird Die
Biohennen AG Ende September ein Kapital von rund 400.000 Euro ausweisen. Darüber
hinaus wird für Kunden und Partner die Möglichkeit bestehen, sich an der Die
Biohennen AG zu beteiligen und so an der Ausweitung der bäuerlichen
Legehennenhaltung teilzuhaben.
Der vollständige Text steht nebenan zum Download bereit.
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Neuer Bio
Legehennenbetrieb für CW Öko Ei
- Ausgebrütet 8-2008 -

Noch
befindet sich der neue Stall der Familie Haas in Sulzbach, Nähe Eggenfelden, in
der Rohbauphase, aber die ersten Bio-Legehühnchen scharren im Aufzuchtraum schon
nach Futter. Wenn alles nach Plan verläuft werden sie Anfang August in den
komfortablen Neubau umziehen.
Auf dem Massinger Geflügeltag
von Biokreis und CW Öko Ei im Februar 2007 hatte Reinhard Haas Feuer gefangen.
Die Bio-Legehennenhaltung war für den jungen Landwirt die ideale Alternative zur
zeitaufwändigen Milchviehhaltung. Die vorgestellte Bio-Haltung der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei überzeugte ihn derart, dass er sich nun sogar an
einen Stallneubau wagte. Nach dem üblichen Procedere: Planung, Eingabe,
Genehmigung, konnte im April mit dem Bau begonnen werden. Auf einer Fläche von
27 x 49 Metern wurde die Bodenplatte für den Stall gegossen, der demnächst in
getrennten Abteilen zwei Herden von maximal 3.000 Legehennen aufnehmen wird. Die
zahlreichen und breiten Öffnungen hin zum Grünland sind in dieser
Grundkonzeption bereits angelegt. Die Höhe des Stallraums wird 3,50 Meter
betragen. Der großzügige Wintergarten wird fast die gesamte Gebäudelänge
einnehmen. Wirtschaftsräume im vorderen Teil des Stallgebäudes bieten unter
anderem Platz für die weitere Bearbeitung der frisch gelegten Eier. Alle Eier
der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei werden noch im Stall geprintet.

Demnächst wird man nun die Inneneinrichtung
in Angriff nehmen. Für eine Aufstallung nach Erzeugergemeinschaftsrichtlinien
muss dabei jede Herde eine eigene Ver- und Entsorgungseinheit haben. Daher wird
Reinhard Haas den neuen Stall mittig trennen und zwei Anlagen mit jeweils
eigenen Futter- und Wasserkreisläufen sowie eigenen Entmistungs- und
Eiersammelantrieben installieren lassen. Während für den Stall-Rohbau eine
ortansässige Holzbaufirma beauftragt wurde, zeichnet für den Innenausbau die
Firma
Volito
verantwortlich, die bereits Neubauten anderer Erzeugergemeinschaftsmitglieder
ausgestattet haben.

Reinhard Haas (33), der teilweise beim Stallbau
selbst mit Hand anlegt, mit seiner Familie: Ehefrau Karola (32) und die Kinder
Andrea (5) und Markus (3)
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Bioeier vom Bauern
- Ausgebrütet 7-2008 -
Die bäuerliche Legehennenhaltung ist ausgerechnet durch den Trend
zu Bio-Lebensmitteln in Gefahr.
Trends wecken immer Begehrlichkeiten und so haben viele
Discounter eine Bio-Eigenmarke, deren Erzeugnisse preiswert nach EU-Standard
hergestellt werden. Das ist gerade im Bereich tierischer Produkte eine
unakzeptable Entwicklung. Die vom Verbraucher abgelehnte Massentierhaltung wird
nur geringfügig besser für die Tiere, wenn sie nach biologischen Gesichtspunkten
durchgeführt wird. Darüber hinaus wird mit dieser Entwicklung das Bauernsterben
weiter forciert.
Unsere
Erzeugergemeinschaft, bestehend aus 23 Biobauern, setzt sich nach wie vor stark
für ein artgerechtes Hennenleben in bäuerlicher Hand ein, das nicht nur den
Legehennen Vorteile bringt, sondern auch unseren Bauern über marktgerechte
Preise. Und wir hoffen auf die Verbraucher, die verstehen, dass hohe Qualität
ein wenig mehr kosten muss.
Walter
Höhne
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Trend nach Bioeiern
erhöht Importrate und drückt den Eierpreis
- Ausgebrütet 6-2008 -
Wie der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland vor kurzem veröffentlichte, muss ein Viertel der in
Deutschland konsumierten Bio-Eier importiert werden. Wenn man die ZMP-Zahlen
dagegenstellt, die aussagen, dass unter den durchschnittlich 206 Eiern, die
jeder Deutsche rein statistisch 2006 aß, nur zwölf Bioeier waren und von diesen
zwölf nur neun aus deutscher biologischer Haltung, dann erkennt man, welch
kleinen Anteil die artgerechte Legehennenhaltung in Deutschland hat.
Walter Höhne, Geschäftsführer
der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei: „Wir sind immer auf der Suche nach
Landwirten, die sich mit der Legehennenhaltung nach ökologischen Richtlinien ein
zweites Standbein aufbauen möchten.“ Dass er damit nicht den gewünschten Erfolg
hat, führt er unter anderem auf die Preisentwicklung zurück: „Die Futterpreise,
die uns bereits 2007 zu einer Preiserhöhung bei Bioeiern gezwungen haben,
steigen weiter, aber der zu realisierende Preis für Bioeier im Markt stagniert.“
Das ist seiner Meinung nach grundsätzlich auf die Importe von Bioeiern
zurückzuführen, da die nach EU-Richtlinien erzeugten Bioeier aus den
Niederlanden, Dänemark und auch aus Ungarn und Polen billiger angeboten werden
als heimische Produkte. Dazu kommt, dass die Fördergelder für den ökologischen
Landbau von der EU stark gekürzt wurden und somit der Anreiz auf die Umstellung
zum Beispiel auf artgerechte Legehennenhaltung in Deutschland nicht gegeben ist.
Bleibt nur zu hoffen, dass die
vom bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller ab 2009 angestrebte
Wiedereinführung einer Umstellungsprämie für Bayerns Landwirte von der EU
genehmigt wird und dass der Verbraucher den Mehrpreis für heimische Produkte
nicht als Geldschneiderei vom Erzeuger, sondern als geldwerte Entschädigung für
eine höhere Leistung sieht. Eine Leistung die im Falle der Erzeugergemeinschaft
in einem deutlichen Mehr an Platz für die einzelne Henne und einem 100
Prozent-Biofutter liegt.
Weitere Informationen und eine
Grafik über die Entwicklung der Futtermittelpreise unter
http://www.diebiohennen.de/download/presse/Ausgebruetet_15-2007_Eierpreise.pdf
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Der Verbraucher hat ein
Recht auf die freie Wahl:
Es muss auch gefärbte Bioeier geben! - Ausgebrütet 5-2008 -
Das ist die Meinung der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei GmbH in Vohburg. Für viele verarbeitete
Lebensmittel findet der Verbraucher bereits eine biologische Alternative, nur
nicht für gefärbte Eier. Die beliebten Brotzeiteier sind zum großen Teil
gefärbte Eier aus der Käfighaltung. Der Verbraucher kann dies aber nicht auf der
Verpackung sehen, da für verarbeitete Eier nach wie vor noch keine
Kennzeichnungspflicht besteht. Und das ärgert Walter Höhne, Geschäftsführer der
Erzeugergemeinschaft, am meisten. „Schon zur Osterzeit haben wir vergeblich um
die Möglichkeit gefärbte Eier in Bioqualität herzustellen gekämpft. Leider
vergeblich, da die Farben in der EU-Bio-Verordnung erst vergessen und dann trotz
Antrag nicht aufgenommen wurden. Damit wurde uns und anderen Herstellern
verboten, bunte Bioeier zu vermarkten und dem Verbraucher eine biologische
Alternative zu bieten.“
Doch Walter Höhne gibt die
Hoffnung nicht auf, dass die Naturfarben, die jahrelang im Biobereich
verarbeitet werden durften, in den Anhang 6 der EU-Bio-VO aufgenommen werden.
Noch dazu, da ihm aus dem Büro von Horst Seehofer signalisiert wurde, dass sich
der Minister weiterhin für das Färben von Bioeiern für den Handel in Deutschland
einsetzen wird. „Bio-Lebensmittel liegen im Trend. Warum ausgerechnet bunte, mit
natürlichen Farben gefärbte Bioeier laut EU nicht vermarktet werden dürfen,
entbehrt jeglicher Logik“, so Walter Höhne, der nun die nächste Runde im Kampf
mit der EU einläutet.
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Was ist drauf auf einem
bunten Bioei? - Ausgebrütet 4-2008 -
Nachdem
sich an bunten Bio-Ostereiern ein heftiger Streit zwischen deutschen Erzeugern
und der EU in Brüssel entzündet hat und neuerdings auch in Umlauf gebracht wird,
dass die Farben krebserregend wären und deswegen nicht mehr verwendet werden
dürfen, hier eine Erklärung der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei: Was ist wirklich
drauf auf einem bunten Bioei?
Naturfarben werden aus
Rohstoffen hergestellt, die die Natur liefert. Und so ist es auch bei den Farben
der bunten Bio-Ostereier der Erzeugergemeinschaft. Eisenoxide sind die Grundlage
für die gelbe, rote und leicht grünliche Färbung auf den Eiern. Eisenoxid hat
zwar eine E-Nummer (E172), ist aber im konventionellen Bereich ohne
Einschränkungen für die Lebensmittelfärbung zugelassen. Es ist nicht einmal mit
einem so genannten ADI-Wert (Verzehrmenge in Milligramm pro Kilogramm
Körpergewicht) ausgezeichnet. Die Verbraucher Initiative e.V. Berlin schreibt
auf ihrer Web-Seite über E172 „Eisenoxide werden nicht vom Körper aufgenommen…“
und sie „…gelten als unbedenklich“. In der EU-Bio-Verordnung ist diese
naturidentische Erdfarbe für Lebensmittel nicht verzeichnet, darf aber in
Bio-Kosmetikprodukten verwendet werden.
Die bunten Ostereier der
Erzeugergemeinschaft wurden jahrelang mit diesem unbedenklichen Farbstoff
gefärbt. Die Erdfarbe wurde durch Hydrolyse von metallischem Eisen hergestellt.
Das daraus gewonnene Eisenoxid wurde durch Erhitzung auf den gewünschten Farbton
und in einer Airbrush-Technik auf die Schale des Eis gebracht. Zur Versiegelung
des Eies, eine wichtige Voraussetzung, um die Haltbarkeit zu gewährleisten,
wurde natürliches Kopalharz eingesetzt. Ein Pflanzenharz aus in Afrika, Asien
und Südamerika beheimateten Bäumen. Beide Komponenten sind wasserunlöslich und
können damit nicht durch die Schale in das Ei dringen.
Durch das Inkrafttreten der
überarbeiteten EU-Bio-Verordnung am 1.12.2007 wurde durch das Fehlen von Farben
für die Bio-Eierfärbung das Eierfärben im Handelsbereich, also mit Farbe und
Versiegelung für die Haltbarkeit, verboten. Die von der Erzeugergemeinschaft
daraufhin angestrebte Lösung, mit „Annatto“, einem Farbstoff, der in der
EU-Bio-VO bereits für Käse zugelassen ist, zu färben und so zumindest gelbe Eier
vermarkten zu können, wurde ebenfalls eine Absage erteilt. Der gelbe Farbstoff
(E160b) darf laut Verordnung zwar zum Färben von Rotem Leicester-Käse,
Double-Gloucester-Käse, Schottischem Cheddar und Mimolette-Käse verwendet
werden, also zum Färben von Bio-Lebensmitteln, bei denen die Farbe direkt
verzehrt wird, aber nicht zum Färben von Eierschalen. „Annatto“ hat einen
ADI-Wert von 1,5 mg/kg Körpergewicht. Ist also nicht so unbedenklich wie das
bisher verwendete Eisenoxid.
Johannes Enzler, Leiter der
Kontrollbehörde für den ökologischen Landbau in Bayern, der für die Einhaltung
des Färbeverbots für Boieier zuständig ist, wies in einem Interview darauf hin,
dass Farbstoffe wie Erythrosin, ein roter Farbstoff, der zum Färben von
konventionellen Ostereiern nur noch eingeschränkt zugelassen ist, Allergien
verursachen können und im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Allerdings
wollen Erzeuger von bunten Bioeiern ja nur einen einzigen Farbstoff, nämlich
Eisenoxid E172, und das Kopalharz in den Anhang VI der EU-Bio-VO aufgenommen
wissen. Und diese beiden Stoffe sind nachweislich unbedenklich. Wenn auch nicht
auszuschließen ist, dass empfindliche Personen allergisch darauf reagieren
können. Aber das können Menschen auch auf Honig oder Milch.
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Elisabeth Schütze PR,
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Protest der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei GmbH vor der Vertretung des Europäischen
Parlaments und beim Landwirtschaftsamt in München - Ausgebrütet 3-2008 -
München, 12.03.2008
Heute überreichte Walter
Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei GmbH, einem
Zusammenschluss von 23 Landwirten aus Bayern und Baden-Württemberg, Dr. Henning
Arp, Leiter der Vertretung des Europäischen Parlaments in München, bunte
Ostereier. Dabei handelte es sich nicht um ein freundliches Geschenk, sondern um
den Protest gegen eine EU-Verordnung, die aus Bioeiern aufgrund des
Farbauftrags konventionelle Eier macht.
Hintergrund der Aktion war eine monatelange
Auseinandersetzung mit der Europäischen Union, ob Bioeier, die, wie seit Jahren
Usus, mit den Farben E172 (Eisenoxide und Eisenhydroxide) und E160b (Bixin –
natürlicher Farbstoff aus den Samenkrusten des Anattostrauchs ), sowie von E463
Hydroxypropylcellulose und Kopalharz gefärbt und versiegelt werden noch Bioeier
sind. Notwendig wurde die Diskussion durch die überarbeitete EU-Bio-Verordnung,
die am 1.12.2007 in Kraft getreten ist, und die E160b zwar als Färbemittel für
Biokäse erlaubt, aber nicht für Bioeier! Im Klartext E160b darf nach der neuen
EU-Bio-Verordnung im Käse gegessen, aber nicht auf die Schale eine Eis
aufgebracht werden.
Selbst die von Bundesminister
Horst Seehofer schriftlich abgegebene Erklärung, seiner Meinung nach dürfte die
Erzeugergemeinschaft in der Übergangszeit die gewohnte Färbemethode anwenden,
zählte in Brüssel nicht.
Die Vermutung, dass die
Farbstoffe zum Färben von Bioeiern schlicht vergessen wurden, wurde von Dr. Arp
geteilt und er signalisierte, sich für eine schnelle Lösung, zumindest beim
bereits in der Verordnung gelisteten Farbstoff Anatto, einzusetzen.
Die nächste Anlaufstelle war
die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in der Menzinger Straße in
München. Johannes Enzler, der für den Vollzug der EU-Öko-Verordnung im Amt für
Ökologische Land- und Ernährungswirtschaft zuständig ist, teilte die positive
Meinung von Dr. Henning Arp nicht. Nachdem der so genannte „Ausschuss 14“ in
Brüssel in zwei Sitzungen eine Aufnahme der Farben zum Färben von Bioeiern
abgelehnt hat, sieht er wenig Chancen, dass die benötigten Stoffe nachträglich
aufgenommen werden. Zumindest machte er Walter Höhne keine Hoffnung, dass es
eine schnelle Lösung geben wird.
Wenn diese Einschätzung
zutrifft, bricht den Landwirten der Erzeugergemeinschaft nicht nur ein
wichtiger Wirtschaftszweig weg, es werden auch wieder nur bunte „Käfigeier“ in
den Märkten stehen. Ein Rückschritt für die Bio-Branche und eine Ohrfeige für
den Tierschutz.
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Das endgültige AUS für
bunte Bioeier
- Ausgebrütet 2-2008 -
Der bayerische
Landwirtschaftminister Josef Miller und auch Bundesminister Seehofer waren sich
einig: Das traditionelle Färben von Bioeiern wie es seit Jahre Usus war sollte,
bis die dafür verwendeten Farben in die überarbeitete EU-Bio-Verordnung
aufgenommen werden, weiter erlaubt bleiben. Diese Meinung hatte Walter Höhne
schriftlich von Horst Seehofer wie mündlich von Josef Miller bei seinem
gestrigen Besuch auf der Messe Biofach.
Diese Aussagen wurden nun mit
einer e-mail aus Brüssel zunichte gemacht. Mit den trockenen Worten „…so lange
die angeführten Zusatzstoffe noch nicht dem Teil A des Anhang 6 dieser
Verordnung (EU-Bio-Verordnung 2092/91 – Anm. der Redaktion) hinzugefügt worden
sind, ihre Anwendung in ökologischen Produkten nicht erlaubt ist...“ wurde das
endgültige AUS für bunte Bioeier zum Osterfest 2008 besiegelt.
Für Walter Höhne,
Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, und seine 23 Landwirte ist
das die denkbar schlimmste Entwicklung. Seit Jahren liefert er an den
Naturkostfachhandel und an den Lebensmitteleinzelhandel saisonal zur Osterzeit
gekochte und gefärbte Eier. Nun füllt sich sein Lager mit Tausenden von bunten
Bioeiern (aktuell lagern 250.000 in Vohburg), die er nicht als solche vermarkten
darf. „Das ist nicht nur finanziell ein großer, an die Existenz gehender,
Einbruch. Die Entscheidung ist auch mit dem Hintergrund, dass die Farben auf
unseren Eiern in anderen Bioprodukten verwendet werden dürfen, nicht zu
verstehen“.
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Neu auf der Biofach: CW
Öko Ei stellt das Bergkräuter Ei vor! - Ausgebrütet 1-2008 -
In großzügigen
Tageslichtställen mit Wintergarten und freiem Zugang zum Grünauslauf leben die
Biohennen, die unsere Bergkräuter Eier legen. Neben hochwertigem 100 Prozent
Biofutter erhalten sie eine feine Mischung aus Thymian, Pfefferminze, Rosmarin
und einige Kräuter mehr. Natürliches Futter, das die Hühner gesund hält und
darüber hinaus dem Ei einen feinen Geschmack verleiht.

„Mit unserem neuen Bergkräuter
Ei decken wir den Trend zu hochwertigen Premium-Produkten beim Handel wie auch
beim Verbraucher ab. Darüber hinaus tun wir auch den Legehennen etwas Gutes, da
sich die Kräuter positiv auf ihre Gesundheit auswirken“ so Walter Höhne,
Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei.
Das „Die Biohennen -
Bergkräuter Ei“ - das besondere Frühstücksei für Genießer – wird in der 6er
Karton-Verpackung ab März im LEH und im Naturkosthandel erhältlich sein. UVP
2,69 €.
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Frische Bio-Eier
"regional & fair" - Ausgebrütet 18-2007 -
Kurze Transportwege und faire
Preise für die Bauern das ist kurz gesagt das Anliegen der Erzeugergemeinschaft
CW Öko Ei. Umgesetzt wurde es nun mit dem ökologischen Anbauverband Biokreis
e.V. und den entsprechenden Richtlinien. Diese Richtlinien stehen nicht nur für
den Erhalt der familiären, traditionellen Landwirtschaft einer Region, sie
stehen auch für die Umsetzung sozialen Verhaltens sowie der Förderung des
regionalen Arbeitsmarktes.
Kurze Transportwege, das heißt
bei CW Öko Ei, die Bioeier in den süddeutschen Naturkostläden und im LEH sind
aus Bayern und Baden-Württemberg.
Faire Preise für die Erzeuger
heißt , hohe Qualität und besonderer Einsatz werden honoriert. Das 100%
Biofutter, das für den guten Geschmack der Eier der Marke Die Biohennen sorgt,
die Handfütterung mit Körnern, das großzügige Platzangebot für die Legehenne,
all das sind Kriterien, die einen höheren Preis rechtfertigen. 
Regionalität ist ein wichtiges
Argument für viele Verbraucher. Durch den Kauf regionaler Produkte wird die
Landschaft, geprägt von bäuerlicher Vielfalt, erhalten und das wirtschaftliche
Auskommen der Landwirte in der Region gesichert. Und da die biologische
Landwirtschaft nachweislich Arbeitsplätze schafft, profitiert die Region auch
davon.
Die Bioeier der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, einem Zusammenschluss von 23 Landwirten aus
Bayern und Baden-Württemberg, haben sich nicht nur ein neues Siegel, sondern
auch ein neues Outfit zugelegt. Ab sofort steht die Marke
„Die Biohennen“ in frischem Grün im Regal. Nur Sepp Grabmaier, einer der
Legehennenhalter der Erzeugergemeinschaft, steht unverändert für die
hochwertigen, gentechnikfreien Bioeier sozusagen auf der Titelseite. Und das aus
Überzeugung!
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Bio-Eier müssen farblos
bleiben! - Ausgebrütet 17-2007 -
Die EU-Kommission sieht die rechtliche Grundlage für das Färben
von Eiern durch die derzeit geltenden Regeln im Biobereich als nicht gegeben.
Nach der Verordnung (EWG) NR. 2092/91 ist das Färben von Eiern nicht zulässig,
da die Farbstoffe nicht in dem Anhang VI angeführt sind.
Vohburg, 3. Dezember 2007 -
Während also im Zuge der Novellierung der EU Öko VO immer mehr Zusatzstoffe
erlaubt werden, z.B. E 220 (Schwefeldioxid) und E 224 (Kaliummetabisulfit) bei
biologischen Obstweinen, wird das Färben von Eiern mit E 172 (Eisenoxid)
verboten. E 160 b, ein gelber Farbstoff aus dem Samen des Orleansstrauches, ist
zwar im Anhang VI der Öko-Verordnung enthalten und auch für die Aufbereitung von
Lebensmitteln tierischen Ursprungs aufgeführt, aber eben nur für Käse
zugelassen. Vereinfacht gesagt, darf man den Zusatzstoff E 160 b auf dem Wege
über einen Cheddar essen, aber auf die Schale eines Eies darf der Farbstoff
nicht. Das gilt auch für Carnaubawachs, das als Alternative zu Schellack zur
Versiegelung der Eier denkbar wäre. Das Wachs ist zwar in der Zutatenliste
vermerkt, aber da wiederum nur für die Aufbereitung von Lebensmitteln
pflanzlichen Ursprungs. Die von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft
vorgeschlagenen Farbalternativen wie Rote Beetesaft oder Zwiebelschalen wären,
sofern aus ökologischer Erzeugung stammend, zulässig. Da aber grundsätzlich zum
gewerbsmäßigen Färben von Eiern nur Stoffe zulässig sind, die in der
Zusatzstoff-Zulassungsverordnung gelistet sind, wäre dieser Weg sogar strafbar.
Wer das schon als ziemliche
Paragrafenreiterei ansieht, kommt erst recht ins Kopfschütteln, wenn er hört,
wie die arg gebeutelten Bioei-Erzeuger nun vorgehen sollen. Die derzeit einzige
Möglichkeit wird sein, einen Antrag auf Zulassung der einzelnen Farben zum
Eierfärben bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zu stellen.
Allerdings, so ein Kenner der Szene, kann so ein Verfahren 2 Jahre in Anspruch
nehmen.
Damit wird ein Markt für die
Bio-Landwirte zunichte gemacht, der über Jahre aufgebaut wurde. Walter Höhne,
Geschäftsführer der betroffenen Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, zu diesem Thema:
„Das bedeutet nicht nur ein nicht unerhebliches Einkommensminus für unsere
Landwirte, sondern auch den Verlust jahrelanger Marketingarbeit, die für einen
Neuanfang wieder investiert werden muss.“
Für Verbraucher, die bisher
gerne das Angebot bereits gefärbter Bio-Eier angenommen haben, gibt es leider
ein farbloses Osterfest 2008. Im privaten Bio-Haushalt können jedoch nach wie
vor Ostereier ohne Einschränkungen gefärbt werden.
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In der überarbeiteten
EG-Öko-VO wird mit zweierlei Maß gemessen - Ausgebrütet 16-2007 -
Vohburg, 20. November 2007
„Nach anderthalb Jahren zäher
Verhandlungen wurden nur wenige Verbesserungen erreicht. Dafür enthält die neue
Verordnung ein paar schwerwiegende Fehler“, so äußerte sich Felix Prinz zu
Löwenstein, Geschäftsführer des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
zur Novellierung der EG-Öko-VO. Dabei prangerte er hauptsächlich den Kniefall in
Richtung Gentechnik an, denn mit der neuen Verordnung werden unbeabsichtigte
Verunreinigungen von Lebensmitteln bis 0,9 Prozent ohne Kennzeichnung geduldet.
Während also die Europäische
Gemeinschaft ganz locker eine gentechnische Verunreinigung im für biologische
Verhältnisse hohen Prozentbereich absegnet und in Ausnahmeregelungen Gentechnik
in Zusatz- und Hilfsstoffen für Lebens- oder Futtermittel erlaubt, wenn diese
gentechnikfrei nicht mehr verfügbar sind, wird im gleichen Atemzug das Färben
von Bioeiern durch das Fehlen jeglicher Richtlinien untersagt. Diese Erfahrung
musste Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, der
Landwirte in Bayern und Baden Württemberg angehören, machen und mit ihm alle
deutschen Erzeuger bunter Bioeier. Ob der Passus schlicht vergessen wurde, oder
ob ab in Kraft treten des neuen Anhangs VI am 1. Dezember 2007 bewusst das
Färben von Bioeiern für den Handel von der Europäischen Union verboten werden
soll, ist Walter Höhne dabei ziemlich einerlei, ihm bricht mit der novellierten
EG-Öko-VO von heute auf morgen ein nicht unerheblicher Teil der Vermarktung weg.
Diesen Verlust wird nicht nur er, sondern auch die 23 Bio-Landwirte der
Erzeugergemeinschaft spüren. Doch am meisten ärgert ihn das Messen mit zweierlei
Maß: „ Auf der einen Seite öffnete man einer gefährlichen Technik, die besonders
der Bio-Verbraucher zu 100 Prozent ablehnt, die Bio-Welt und auf der anderen
Seite sieht man naturidentische Farben und Pflanzenharz, aufgebracht auf die
nicht zum Verzehr geeignete Schale eines Eies, als gefährlichen und zu
verbietenden Eingriff in die Lebensmittelsicherheit an.“ Vorgeschlagene
Alternativen, nur mit Pflanzenfarben ohne Harz zu färben würde man gerne Folge
leisten, wenn das nicht fern aller Realität wäre. Gekochte Eier müssen
versiegelt werden, um in guter Qualität die Erzeugungs-, Transport- und
Verkaufszyklen zu bestehen. Eine Mindesthaltbarkeit von acht Tagen, die mit
einer reinen Pflanzenfärbung nur möglich wäre, lässt sich weder mit dem
Naturkosthandel noch mit dem LEH realisieren.
Zwar kann jedes Bundesland
selbst entscheiden wie buchstabengenau es die EG-Ökoverordnung umsetzt, in
diesem Fall scheint jedoch der Amtsschimmel in allen deutschen Ämtern gleich zu
wiehern. Selbst in Österreich gibt es die ersten Ansätze in Richtung Verbot
gefärbter Eier. Doch Walter Höhne gibt sich kämpferisch. „Wir haben durch
unseren Rechtsanwalt Hanspeter Schmitt gegen den Bescheid der Bayerischen
Landesanstalt für Landwirtschaft vom 30.10.2007 sofort Widerspruch einlegen
lassen, der am 6.11.2007 leider abschlägig beschieden wurde. Nun geht der Fall
weiter ans Bayerische Verwaltungsgericht. Wir geben nicht auf!“ Ein
Hoffnungspunkt für ihn ist auch eine neuerliche Diskussion in Brüssel. Dort wird
die so genannte Artikel 14 Gruppe sich des Themas noch einmal annehmen.
Hoffentlich sitzt der gesunde Menschenverstand mit am runden Tisch.
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Eier werden teurer!
- Ausgebrütet 15-2007 -
Schon wieder! werden Sie sagen
und Recht haben, denn in den letzten Monaten sind Produkte tierischer Erzeugung
wie z.B. auch Milch spürbar teurer geworden. Hintergrund sind dabei die stetig
steigenden Futtermittelkosten.
Auch die Bauern der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei haben mit diesem Problem zu kämpfen. Da sie
jedoch das Prinzip der bäuerlichen Haltung mit kleinen Legehenneherden in hellen
Tageslichtställen mit Wintergarten und freiem Zugang zum Grünland nicht durch
Bio-Massentierhaltung ersetzen wollen, um eine Kostensenkung zu erreichen, ist
die extreme Verteuerung der Futtermittel Existenz gefährdend.
Daher haben wir uns zu einer
weiteren Erhöhung der Eierpreise entschlossen, die direkt unseren Bauern und
damit einem freien Hühnerleben zu Gute kommt.
Weitere Informationen zu den Hintergründen finden Sie im Download
"Ausgebrütet 15-2007"
Wir hoffen auf Ihr Verständnis
Walter Höhne
Geschäftsführer CW Öko Ei GmbH
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Neue Studie belegt:
Eier von Freilandhühnern
haben einen höheren gesundheitlichen Wert
- Ausgebrütet 14-2007 -
Die von der Charité
Universitätsmedizin Berlin durchgeführte Untersuchung von Eiern aus
verschiedenen Haltungsformen ergab einen eindeutigen Punktesieg der
Freilandeier. Es zeigte sich, dass Eier von Hühnern, die
freien Zugang zum Grünland haben, doppelt so viele Carotinoide enthalten
wie herkömmliche Eier. Unter anderem das besonders effektive Carotinoid Lycopin,
das sonst eher in Obst und Gemüse vorkommt.
Carotinoide sind natürliche
Farbstoffe. Die meisten von ihnen, wie das Carotionoid Lycopin, haben die
Funktion von
Antioxidantien.
Dadurch sollen sie vielen Erkrankungen wie Krebs,
Arteriosklerose oder
der Hautalterung vorbeugen. Weil der Mensch Carotin nicht selbst im Organismus
bilden kann, muss er dieses durch die Nahrung aufnehmen. Man kann also mit einem
leckeren Frühstücksei oder einem deftigen Rührei genussvoll etwas für die
Gesundheit tun, denn die Forscher der Charitè haben festgestellt, dass ein
gekochtes Ei noch gesünder ist als ein rohes.
„Wir hoffen, dass diese
Untersuchung auch in die Diskussion über die Freilandhaltung von Geflügel
eingeht, die aufgrund von Vogelgrippefällen wieder stark eingeschränkt ist“, so
Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei „denn wenn
diese Haltungsform von der Politik noch weiter eingeengt wird, wird es sie bald
in Deutschland nicht mehr geben“.
Dass diese Befürchtung nicht
aus der Luft gegriffen ist, zeigen Vergleichszahlen von 2005 auf 2006: 3,2
Prozent weniger Freilandeier kamen in den Verkauf, dagegen 3,8 Prozent mehr aus
der Bodenhaltung, einer Massentierhaltung, der nur die Käfigwände fehlen.
Darüber hinaus ist nach
Ansicht von Walter Höhne die Stallpflicht als Vorsichtmaßnahme gegen die
Vogelgrippe nicht der richtige Ansatz. "Durch Wegsperren und massenhaftes Keulen
wird das Problem Vogelgrippe nicht gelöst", so Walter Höhne. Eine natürliche
Haltung in bäuerlicher Tradition mit robusten Rassen und einem geschlossenen
System im Sinne von kleinen Herden und Futtermitteln aus vorwiegend eigener
Erzeugung sind die zweckmäßigeren Mittel. In diesen kleinen Strukturen werden
dann auch die gesündesten Eier mit hohem Carotin-Gehalt erzeugt, wie die Charité
Universitätsmedizin Berlin in ihrer Untersuchung festgestellt hat.
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Zum Welttierschutztag 2007:
Endlich Eier-Kennzeichnung
bei verarbeiteten Lebensmitteln einführen!
- Ausgebrütet 13-2007 -
Vohburg, 01.10.07 –
Während Verbraucher mit einem Blick auf die Eierschachtel erkennen können, ob
sie sich Käfigeier in den Einkaufskorb legen oder Bioeier,
ist es bei verarbeiteten Lebensmitteln immer noch nicht ersichtlich. Tausende
von Käfigeiern verschwinden täglich im Eierlikör, in Keksen und Tiefkühlkuchen
und natürlich in Nudeln. So lange keine Kennzeichnung für Fertigprodukte
vorgeschrieben ist, kann der Verbraucher nicht frei entscheiden.
Seit Jahren sind die
Umfrageergebnisse gleich: Rund 80 Prozent aller befragten Verbraucher sind gegen
die tierquälerische Haltung von Legehennen und damit gegen Käfigeier. Daran hat
auch die Kampagne für die so genannten Kleinvolieren, die nichts anderes als
Käfige sind, nichts geändert. Auch nicht die Beteuerungen der Käfig-Lobby und
der Verarbeiter, dass Käfigeier die einzig hygienische Alternative seien.
Wohlweislich verschweigen sie aber, wie viele Desinfektionsmittel für diese
Hygiene nötig sind, die nicht nur den Käfighennen das Leben noch schwerer
machen, sondern auch von Fall zu Fall im Ei nachweisbar sind. Darüber hinaus
begünstigt die Massentierhaltung die schnelle und umfassende Ausbreitung von
Keimen. Bereits 2005 stellte das Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, in
einer
Pilotstudie zum Vorkommen von Salmonella spp. bei Geflügel in Deutschland
fest, dass je höher die Einstallungskapazität, um so höher die Belastung mit
dem Erreger. Diese Studie bestätigte, dass 33,5 Prozent der untersuchten
Legehennenherden in der Batteriehaltung Salmonellen aufwiesen.
Nach der neuen Studie des BfR
in 2007 sind es zwar „nur“ noch 29,6 Prozent der untersuchten Legehennenherden
die Salmonellen in Kot und Staub aufwiesen, aber die positiv getesteten stammen
wieder aus der Massentierhaltung. Das, und der Tierschutzgedanke sollte
eigentlich reichen, dass die Behörden eine Eier-Kennzeichnung auch bei
Fertigprodukten vorschreiben. Dann hätte der Verbraucher die freie Wahl und
könnte sein Votum gegen Käfigeier in die Tat umsetzen.
Gut für die Legehennen wäre es
allerdings, wenn der Verbraucher generell konventionelle Produkte mit Ei in den
Supermarkt-Regalen ließe. Es gibt Nudeln ohne Ei, Kuchen und Kekse kann man
selber backen oder im Bio-Laden kaufen und auch der Eierlikör schmeckt dort
bedeutend besser. Mit diesem Druckmittel ist schneller eine Reaktion bei den
Herstellern zu erreichen als mit dem Warten auf behördliche Schritte, wie das
Beispiel Dr. Oetker zeigt, der nach einer Kampagne des Deutschen
Tierschutzverbandes seit Mai 2007 keine Käfigeier mehr in seinen Fertigprodukten
verarbeitet.
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Jetzt wird's bunt!
- Ausgebrütet 12-2007 -
Vohburg, 26.9.07 – In der
überarbeiteten EG-Öko-VO fehlt die Richtlinie über das Färben von Bioeiern.
Diese Tatsache bringt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in eine
prekäre Lage, denn sie muss die bisherige Herstellung bunter Bio-Eier verbieten.
Das Saisongeschäft mit bunten Eiern ist
deutschlandweit ein wichtiger Faktor beim Absatz von Bioeiern. Allein die
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei setzt um die Osterzeit rund 500.000 bunte Eier im
Naturkostfachhandel und im LEH ab. Nach dem Ermessen der Bayerischen
Landesanstalt für Landwirtschaft soll damit ab sofort Schluss sein. Begründung:
„Farbstoffe für Eier sind im Anhang VI der EG-Öko-VO nicht gelistet und können
daher nicht eingesetzt werden.“
Da werden in der EG-Öko-VO
zwar 0,9 Prozent Verunreinigung mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Kauf
genommen, aber natürliche Eierfarben mit Harzen zum Färben und Versiegeln
bereits fertig gekochter Eier nicht. Diese Diskrepanz ist schwer zu verstehen.
Ein Ende für die Herstellung bunter Eier würde für Hersteller wie auch
Legehennenhalter gravierende Umsatzeinbußen bringen.
„Wir werden diese Auslegung
der EG-Öko-VO nicht unwidersprochen hinnehmen und hoffen dabei auf die
Unterstützung der Bio-Verbände“, so Walter Höhne, Geschäftsführer der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei. Da sowohl andere Bundesländer als auch andere EU
Staaten die Eischale nicht als Lebensmittel betrachten und damit die EG-Öko-VO
nicht anwenden, gleicht dies einem regionalen Berufsverbot. „Wir werden auf
jeden Fall für ein buntes Osterfest und natürlich gefärbte Bioeier kämpfen.“
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Protest gegen die drohende dauerhafte Stallhaltung von Geflügel
Helfen Sie mit Ihrem Votum!
- Ausgebrütet 11-2007 -
Nach dem Willen von
Bundesminister Horst Seehofer soll die Stallhaltung von Geflügel zur
Regelhaltung werden. Grund dafür ist die angebliche Gefährdung von
Freiland-Geflügelbeständen durch Wildvögeln, die mit dem Vogelgrippevirus
infiziert sind. Eine durch die jüngsten Vogelgrippefälle in der
Massentierhaltung nicht zum ersten Mal widerlegte Theorie.
Damit auch in Zukunft eine
natürliche, artgerechte Freilandhaltung möglich ist, müssen wir Herrn Seehofer
die Meinung seiner Wähler näher bringen. Unterstützen Sie mit Ihrem Eintrag die
Petition gegen eine Gesetzesvorlage, die den Geflügel-Knast zur Regel macht.
Die am 16. September dem Petitionsausschuss
des Bundestages gemeldete Petition kann unter
Petition gegen Stallpflicht
erreicht werden. Jede Stimme zählt!
Wir danken für Ihre Mithilfe.
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Vogelgrippe trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen
- Ausgebrütet 9-2007 -
Seit 2006 gilt das Gebiet in
dem sich der jetzt befallene Betrieb befindet als Risikogebiet. Das heißt, es
steht unter besonderer behördlicher Kontrolle. Es gibt dort seit über einem Jahr
kein freilaufendes Geflügel, auch Katzen haben Hauspflicht, Hunde müssen an die
Leine und mit vorsorglichen Vergrämungs-maßnahmen wird das Wassergeflügel
reduziert. Nach menschlichem Ermessen dürfte in einem derart gesicherten Gebiet
keine Vogelgrippe und schon gar nicht das gefährliche H5N1-Virus ausbrechen.
Das Gegenteil ist der Fall.
Wie schon beim Vogelgrippefall im letzten Jahr ist das Virus in einem so
genannten geschlossenen System, einem abgeschlossenen Stall, ausgebrochen. Ein
System, das von der Käfig- und Massentierhalter-Lobby wie auch mehrheitlich von
der Politik als das einzig sichere propagiert wird.

Massentierhaltungen wie die Käfig- bzw. Kleingruppenhaltung (Code 3) als
erheblicher Risikofaktor?
(Bild: Vier Pfoten)
Seit langem leiden
Freilandbetriebe, besonders kleine Bio-Betriebe, unter dieser Politik.
"Trotz belegbaren
Erkenntnissen, dass nicht die kleinen, biologisch arbeitenden Geflügelbetriebe
Auslöser der Infektion sind, sondern Großbetriebe, wie das aktuelle Beispiel mit
160.000 Enten zeigt, haben unsere Biobauern von behördlicher Seite mit großen
Auflagen zu kämpfen. Bis hin zu einer Art Berufsverbot, da in Gebieten mit hoher
Geflügeldicht, die ausnahmslos aus konventioneller Massentierhaltung resultiert,
kein Biobauer sein Geflügel ins Freiland entlassen darf", so Walter Höhne,
Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei GmbH, deren Richtlinien für
Legehennen freien Zugang zum Grünland vorschreiben. Nicht hinnehmbar an der
derzeitigen Situation ist für ihn vor allem, dass alle Maßnahmen, die bisher zur
Vermeidung von Vogelgrippe ergriffen wurden, nicht das gewünschte Ergebnis
erzielten und trotzdem weiter an den Verordnungen, die schon manchem
Freilandgeflügelhalter die Existenz gekostet haben, festgehalten wird.
"Durch Wegsperren und massenhaftes Keulen
wird das Problem Vogelgrippe nicht gelöst", so Walter Höhne weiter. Eine
natürliche Haltung in bäuerlicher Tradition mit robusten Rassen und einem
geschlossenen System im Sinne von kleinen Herden und Futtermittel aus vorwiegend
eigener Erzeugung sind seiner Meinung nach geeignete Mittel. "Wir fordern eine
generelle Abkehr von der Massentierhaltung und eine flächendeckende
Wiederzulassung der Freilandhaltung in artgerechtem Maße. Erst dann macht die
Forschung nach den Ursachen der Vogelgrippe wirklich Sinn."
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Hier kocht der Chef!
- Ausgebrütet 8-2007 -
Mit einer
Serie feiner Rezepte rund ums Ei überrascht Sepp Grabmaier,
Mitglied der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, die Käufer der Eier der Marke „Die
Biohennen“. Vom deftigen Bauernfrühstück bis zur leckeren Spargelquiche wird der
Bogen kulinarischer Genüsse mit Ei gespannt.
Im
Vordergrund steht jedoch die Botschaft: Mit einem guten Ei aus biologischer
Erzeugung ist der Genuss doppelt so groß!

Einlegezettel in den Eierschachteln mit Rezept auf der Rückseite
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Hier wird der Bock zum Gärtner
- Ausgebrütet 6-2007 -
Mit einer Mehrheitsbeteiligung
an der Eiervermarktung Wiesengold Landei GmbH & Co. KG wird die Deutsche
Frühstücksei GmbH Europas größter Eierproduzent und Vermarkter von Bio-Eiern. In
diesem einen Satz steckt viel Brisanz. Hat man bei der Deutschen Frühstücksei
GmbH (www.deutsche-fruehstuecksei.de)
bisher immer gegen die alternativen Haltungsarten opponiert und die so genannte
Kleingruppenhaltung, nichts anderes als eine erweiterte Käfighaltung, als
optimale Haltungsform gepriesen, so ist man nun aufgrund des anhaltenden
Bio-Booms auf den Öko-Zug aufgesprungen. Das heißt der größte Konzern für Eier
aus der Käfighaltung ist nun auch der größte Bio-Eier-Anbieter.
Mit diesem, wirtschaftlichen
Interessen dienenden, Zusammenschluss geht ein weiteres Stück Bio-Ethik über
Bord. Außerdem wird der Verbraucher getäuscht, erwartet er doch bei einem Bio-Ei
ein natürliches Ei aus artgerechter landwirtschaftlicher Erzeugung und nicht
ein, durch die EU-Bio-VO neuerdings abgesegnetes Produkt mit industriellem
Charakter. „Die wahren Leidtragenden sind in diesem Fall jedoch die Legehennen.“
so Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei. „Es bleibt
nur zu hoffen, dass der Verbraucher sich informiert und möglichst regional
einkauft, damit er wirklich ein Frühstücksei frisch aus traditioneller
Landwirtschaft auf dem Tisch hat.“
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Bio wird immer weiter industrialisiert
- Ausgebrütet 5-2007 -
Mit dem Argument, dass ein
Festhalten an dem bisherigen Beschluss die Konkurrenzfähigkeit der deutschen
Öko-Geflügelbranche gegenüber ausländischen Mitbewerbern schwächen würde, wurde
eine Revision der Auslegung der EG-Öko-VO Anhang I, Teil B Nr. 8.4.3
vorgenommen. „Durch die Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates über den
ökologischen Landbau werden für Hühner- bzw. Legehennenställe keine getrennten
Futter-, Eier oder Kotbänder zwischen den einzelnen Ställen gefordert. Auch eine
separate Wasserversorgung sowie eine getrennte Be- und Entlüftung zwischen den
Geflügelställen ist nicht vorgeschrieben…. Die Ställe sind untereinander durch
feste Wände zu trennen.“
Das bedeutet, dass eine
konventionelle Massentierhaltung durch das Einziehen von Trennwänden und die
Eingrenzung auf 3000 Legehennen pro Abteil im Handumdrehen mit EU-Segen zum
Biostall mutiert. Auf der Strecke bleiben wie so oft die Biobauern, die in
landwirtschaftlicher Tradition Legehennenhaltung betreiben, denn sie werden dem
Preisdruck der Bio-Massentierhaltung nicht standhalten können. Walter Höhne,
Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei sieht darüber hinaus noch
weitere Gefahren: „Wenn alle Stallabteile über eine technische Einrichtung
versorgt werden, ist die Gefahr, dass Krankheiten übertragen werden groß.
Brechen bei diesem System in einem Stall zum Beispiel Salmonellen aus, wird wohl
der gesamte Bestand damit infiziert.“
Ein weiteres Problem ist die
Vogelgrippe. Gerade die bisherige biologische Haltung hat mit kleinen
Herdengrößen und abgegrenzten Stallungen dazu beigetragen, dass hohe hygienische
Standards gewährleistet sind und eine Infektion von außen in den
familiengeführten Betrieben bei Beachtung aller Vorsichtsmaßregeln kaum zu
befürchten ist. Außerdem ist im schlimmsten Fall nur mit der Tötung von
höchstens 3000 Tieren zu rechnen. Anders ist es in den neuen
Bio-Massentierhaltungen: nicht nur dass das Virus durch die gemeinsamen
Versorgungsstränge sofort Zugang in alle Ställe erhält, es müssen auch die Tiere
aus allen Ställen gekeult werden. Das kann dann durchaus zigtausend Legehennen
treffen.
Alles Dinge, die einer wahren
Bio-Haltung entgegen sprechen.
Und wofür das Ganze: Dass im
Discount billige „Bio“-Eier angeboten werden können!?
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Billig-Bio im Discount ist
teuer erkauft
- Ausgebrütet 4-2007 -
Nachdem
der Markt für Bio Nahrungsmittel boomt, andererseits die Bio-Getreide Ernte des
Jahres 2006 hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, ergibt sich eine
Knappheit bei Futtergetreide für Bio-Betriebe. Die Engpässe werden nun innerhalb
der EU dazu benutzt, mehr konventionelles Futter für Bio-Legehennen zuzulassen,
obwohl der Verbraucher erwartet, dass nur 100% Biofutter zum Einsatz kommt,
damit ein Ei auch Bio Ei genannt werden darf.
Tatsache
ist jedoch, dass bis zu 25 % konventionelles Futter im Anteil
landwirtschaftlicher Erzeugnisse in der Tagesration bis zur Weizenernte 2007
z.B. aktuell in Österreich eingesetzt werden. Dennoch darf laut
EU-Bio-VO
der Jahresdurchschnitt von 15 Prozent konventionellem Futter nicht überschritten
werden. Das ist laut Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW
Öko Ei, eine Milchmädchenrechnung, denn dann müsste rein rechnerisch ab
September fast 100 Prozent Bio gefüttert werden, um den Schnitt zu erhalten.
Vor dem
Hintergrund, dass die Nichtverfügbarkeit durch die Öko Kontrollstellen überprüft
wird, gleichzeitig aber große Partien an Biofutter z.B. aus Österreich
exportiert werden, steigt die Vermutung, dass diese Situation durch
Spekulationen seitens der Futtermittelwerke entstanden sein könnte. Darüber
hinaus zweifelt Walter Höhne an, dass große Betriebe
100%
Biofutter überhaupt
umsetzen wollen, denn der Preisdruck, insbesondere durch Discounter, zwingt die
Erzeuger die Kosten zu senken. So bekommen Bio-Legehennen in Holland Soja aus
konventionellem Anbau in die erlaubte Futterration. Ein gefährlicher Weg, wenn
man an die mögliche gentechnische Verunreinigung denkt. Auch die Richtlinien
für die Haltung in den anderen europäischen Ländern sind nicht mit den deutschen
zu vergleichen. Daher ist das Billig-Bio-Ei aus dem Discounter eigentlich eine
Mogelpackung, da es kein hundertprozentiges Bio-Ei ist und auch zumeist nicht
aus bäuerlich strukturierten Betrieben kommt wie es der Verbraucher eigentlich
erwartet, wenn er zu Bio-Lebensmitteln greift. Durch Ausnahmeregelungen im
Futtermittelbereich ist zu befürchten, dass die guten Ziele bis 2011 in der
ökologischen Tierhaltung auf 100 Prozent Biofutter zu kommen in weite Ferne
rücken.
Damit
wird 2007 ein weiteres Jahr in dem im Ei weniger Bio drin ist als der
Verbraucher erwartet. Eine Folge des immer größer werdenden Bio-Booms? Einer
immer größeren Globalisierung unter der EU-Bio-Norm? Sicher eine berechtigte
Frage, denn in regionalen und durchdachten Strukturen funktioniert 100 Prozent
Bio nämlich durchaus. Die Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei kann das schon seit
2003 von sich behaupten. „Auch wenn es teurer und aufwändiger ist die Legehennen
mit reinem Biofutter zu versorgen, für uns gibt es keine Alternativen und keine
Ausnahmen“, so Walter Höhne, der die
100
Prozent Biofütterung
als festen Bestandteil in den Richtlinien der Gemeinschaft festgehalten hat.
Wichtig ist dabei, diesen Mehrwert zu kommunizieren, denn der Verbraucher ist
durchaus bereit höhere Preise zu akzeptieren, wenn die Zusammenhänge erkennbar
sind. Faire Preise für die Bauern, regionale Strukturen und artgerechte
Tierhaltung haben nämlich für viele Verbraucher einen hohen Stellenwert.
Pressekontakt:
Elisabeth Schütze PR,
Buchendorfer Str. 4, 82319 Starnberg
Tel. 08151/89507, Fax
08151/739010, e-mail
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Energie sparen mit dem
Einkaufskorb
- Ausgebrütet 3-2007 -
Klimaschutz ist dank eines ungewöhnlich warmen Winters und weiterer
Wetterkapriolen zur Zeit ein präsentes Thema. Es wird diskutiert über zu viel
Energieverbrauch durch stand-by-Geräte, über veraltete Heizanlagen oder Autos
mit hoher PS-Zahl. Kaum jemand macht sich jedoch Gedanken darüber, wie viel
CO2-Belastung durch die Transporte von Lebensmitteln entsteht. In unserer
schönen Konsum-Welt mit steter Verfügbarkeit aller „Leckerbissen“ möchte man
sich auch nicht gerne Gedanken darüber machen. Und wer es doch tut, stutzt zwar
aktuell bei Erdbeeren aus Marokko, Trauben aus Südafrika oder Äpfeln aus
Argentinien, aber selten bei importierten Eiern. Tatsache ist jedoch, dass
Deutschland in Sachen Ei-Importe EU-weit vor Frankreich und den Niederlanden den
Spitzenplatz besetzt. Das heißt nach einer Statistik der ZMP aus dem Jahr 2005,
dass über 5 Mrd. aus-ländische Eier jährlich die Grenze in Richtung deutscher
Verarbeiter bzw. Haushalte überschreiten. Der Löwenanteil von ca. 80 Prozent
kommt dabei laut ZMP aus den Niederlanden, gefolgt von spanischen, französischen
und belgischen Eiern. Auch in der ZDF-Sendung „plusminus“ wurde im letzten Jahr
festgestellt, dass ein Viertel der Eier in deutschen Supermärkten aus Holland
kommen, das heißt als frische Eier mit einer ziemlichen Kilometerzahl auf der
Schale.
Rund 11%
der CO2-Belastung wird durch Lebensmitteltransporte verursacht so die
Zeitschrift „fairkehr“ und in einer von der AK (Arbeitskammer) Wien geförderten
Untersuchung wird festgestellt, dass importierte Lebensmittel gegenüber
regionalen im Schnitt für eine 43-fach höhere CO2 Belastung sorgen. Ein
besonders beeindruckendes Rechenbeispiel lieferte der österreichische „Kurier“
in einem Artikel vom März 2007: es wurde errechnet, dass ein normales Frühstück
mit Orangensaft, Kaffee und Eiern rund um 7.000 Transportkilometer hinter sich
hat. Na Mahlzeit!
Walter
Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei hat dazu eine klare
Meinung: „All diese Zahlen sprechen für sich und für die Bevorzugung regionaler
Produkte, denn selbst ein Bio-Ei ist nach einem Transport von 1000 Kilometern
und mehr nur noch eingeschränkt biologisch.“ Daher rät er den Verbrauchern die
Herkunft der Eier, erkennbar am Ei-Stempel, vermehrt zu beachten. Neben „0“ für
die biologische Haltung, „DE“ für Deutschland sorgt die Nummer des Bundeslandes
für Klarheit, wie weit das Ei gereist ist. Ein weiteres Problem sind die
verarbeiteten Eier, so Höhne, denn noch müsse bei so genannten
Convenience-Produkten aber auch bei gefärbten Eiern weder die Haltungsart der
verarbeiteten Eier noch das Herkunftsland deklariert werden. Ein Manko, das dem
Verbraucher das Recht der Wahlfreiheit nimmt.

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Faire Preise für
Legehennenhalter
- Ausgebrütet 1-2007 -
Ab 1.
März 2007 gibt es für die 23 Bauern und Legehennenhalter der
Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei mehr Geld. Mit einer Erhöhung des
Erzeugerpreises um knapp 6% möchte Walter Höhne, Geschäftsführer CW Öko Ei,
nicht nur die gestiegenen Futterkosten ausgleichen sondern auch die
Einnahmesituation für die Bauern der Erzeugergemeinschaft verbessern. Zudem
können nur durch weitere Anreize neue Bauern zum Einstieg in die bäuerliche
Legehennenhaltung bewegt werden. „Die artgerechte Legehennenhaltung nach den
Richtlinien der Erzeugergemeinschaft ist nicht nur eine traditionell gut in den
bäuerlichen Rahmen passende Haltung sondern auch eine interessante
Einnahmequelle“, so Walter Höhne, der sich stark für faire Preise im Handel
und damit für die Bauern einsetzt. Derzeit „arbeiten“ rund 70.000 Legehennen in
der durchdachten Haltung mit Tageslichtställen, Wintergärten und freiem Zugang
zu Grünflächen in Bayern und Baden Württemberg.
 
Tageslichtställe und
Wintergärten mit vielen Ausgängen ins Grünland sind ein Teil des Konzeptes der
Erzeugergemeinschaft.
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